Sodick vs Fanuc

Peter Andreas Lehn, Montag, 04. Juni 2012, 19:38 (vor 2480 Tagen) @ Frank

Hallo Frank,

vielen Dank für deine Antwort.
Natürlich konntest du mir helfen.
Es ist wohltuend zu hören, dass es Leute gibt, die mit ihren Fanuc Drahterodiermaschinen zufrieden sind.
Du hast mir Mut gemacht.

Zu deinen Fragen:

Wir verwenden kaum Originalteile, aber die verantwortlichen Teile werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf ausgewechselt.
Den Draht beziehen wir von EDM Tech 980 cN/qmm CuZn37.

Sicherlich gibt es eine Reihe von Bearbeitungen, die immer problemlos laufen.
Generell ist jedoch eine erhöhte Sensibilität der Maschinen zu erkennen.
Wir bearbeiten eine große Bandbreite unterschiedlichster Materialsorten.
Viele unserer Bearbeitungen bieten keine optimalen Schneidbedingungen.
Hier fangen unsere Probleme an.
Wenn die Bearbeitungen optimiert wurden, dann laufen die Maschinen auch gut.
Aber es muß dauernd optimiert werden und ich habe nicht die Zeit, nach dem Start jeder zweiten Bearbeitung, 2 Stunden vor der Maschine zu stehen um Parameter und Offsets zu optimieren.
Wenn z.B. der Schlichtgang mit 6 mm/min. laufen sollte, dann erreicht er halt nur 3 mm/min. und low Voltage leuchtet alle 40 sec.
Wenn ich die Maschine so laufen lasse, dann bleibt sie irgendwann mit Rückzugsalarm stehen.Das ist ja auch ganz normal und so darf man nicht erodieren.
Aber die Häufigkeit mit der solche Probleme auftreten, bin ich von Sodick nicht gewöhnt.
Grundsätzlich beobachte ich eine gewisse Leistungsschwäche beim Erodieren mit Fanuc.
Der Schruppgang und der erste Schlichtgang haben einfach zu wenig Power.
Beim geringsten Materialunterschied zu den empfohlenen Stählen, trägt der Schruppgang entweder zu wenig ab oder der Schlichtgang kommt nicht mehr vorwärts, weil er von Haus aus zu wenig dampf hat.
Bei Sodick hatte der Schruppgang und der erste Schlichtgang mehr Kraft.
Die Sodick - Maschinen habe einiges einfach weggeschluckt - drüber weg erodiert ohne zu meckern !

Zudem erwarte ich von einer Drahterodiermaschine, dass sie auch mit Drähten arbeiten kann, welche weniger als 8,60 Euro/kg kosten. Zumal bei dem von uns verwendeten Draht, keine groben Qualitätsmängel zu erkennen sind.
Was mach ich, wenn der von Fanuc empfohlene Drahtlieferant pleite macht ?
Kann man dann nicht mehr richtig einfädeln und erodieren ?
Kann man einen Draht nur dann glühen, wenn er 11 Euro/kg kostet ?
Warum sind so viele Maschinenparameter versteckt, nicht dokumentiert und schwer zu finden ?

Auf jeden Fall werde ich weiterkämpfen.
Irgendwann kenne ich die Maschinen so gut, dass ich auf Anhieb sofort weiß, wie ich sie einstellen muß. Oder ich entwickle lauter eigene Technologien, die dann weniger Probleme bereiten. Aber wann soll ich dass tun ? Und warum kann man im FAPT CUT keine eigenen Technologien abspeichern ?

Würde mich freuen, wenn ich so wenig Probleme hätte wie du !

Gruß, Peter


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