Sodick vs Fanuc

Peter Andreas Lehn, Mittwoch, 06. Juni 2012, 18:26 (vor 2577 Tagen) @ Frank

Hallo Frank,

es tut mir richtig gut, mich mit dir zu unterhalten.
Heute hatte ich einen ausgesprochen erfolgreichen Tag.
Warum ?
Hatte Zeit, die Bearbeitungen zu optimieren.
Warum ?
Habe mir den zeitlichen Freiraum einfach genommen.

Wo komm ich denn hin, wenn ich immer nur dass mache, wonach es den anderen gerade gelüstet.
Wir Drahterodierer sind doch auch jemand, oder ?
So ist es halt, wenn man irgendwo neu anfängt und dann auch noch mit anderen Maschinen.
Ich schneide generell mit den 4 mm Düsen und einem Düsenabstand von 0,1 mm.
Meine Mitarbeiter und ich, stellen den Düsenabstand immer genau ein.
Darauf lege ich sehr viel Wert. Hatte vor 10 Jahren ein Schlüsselerlebnis zum Thema Düsenabstand.
Heute habe ich bei einer Bearbeituing die ON - Zeit erhöht und dann konnte ich bei einer Materialhöhe von 65 mm mit 120 qmm/Minute schruppen. Mit dem Schruppgang mußte ich 0,01 mm weiter weg bleiben, damit der erste Schlichtgang auch wirklich noch etwas zu tun bekommt.
Die Erhöhung der ON - Zeit bedeutet einen größeren Materialabtrag.
Wenn ich dem 1. Schlichtgang zu wenig übrig lasse, weil der Schruppgang zu viel abgetragen hat, dann läuft er zu schnell und die Erosion baut sich nicht so auf, wie sie soll. In der Folge läuft der 2. Schlichtgang dann überhaupt nicht mehr, weil der 1.Schlichtgang in seinem Wahn, zu viel Material stehen gelassen hat.
Am Ende erreichte ich, gemessen an allen Aspekten, positive Ergebnisse.
Hab mich lautstark gefreut - damit mein Werkzeugbauleiter von dem Erfolg informiert wird.
Allerdings konnte ich auf der Sodick Baujahr 1993 mit 160qmm/min. schruppe, ohne etwas zu optimieren.
Den PQ - Draht von XXXXXXX habe ich auf den Sodick - Maschinen vor Jahren ausprobiert.
Da bröselte Messingabrieb aus dem oberen Erodierkopf.
Nicht dauernd aber bei jeder 8. Spule.
Dennoch war Sodick gutmütiger.
Einen Draht einfach nur abzuschneiden stellt halt weniger Ansprüche, als ihn zu glühen und auseinanderzuziehen.
Vor 5 Tagen war ich bei Fanuc in Neuhausen an der Fildern.
Hatte die Gelegenheit, die Firma Fanuc kennenzulernen und eine persönliche Bezug aufzubauen. Ich denke Fanuc ist es wert, dass man sie nicht gleich aufgibt.
Obwohl ich durchaus das Gewicht hätte, in dem Unternehmen in dem ich gerade beschäftigt bin, den Maschinenpark ab nächstem Jahr auf Sodick umzuinvestieren.
In den letzten Jahren lief alles noch viel schlechter, weil keine erfahrenen Erodierer zu finden waren.
Ich konnte vieles verbessern, man vertraut mir restlos - aber zufrieden bin ich ganz und gar nicht.

Wir könne ja mal miteinader telefonieren, hab Festnetzflatrate.

Wenn du mir eine Festnetznummer gibst, dann ruf ich dich an.

Vielen Dank für deine Worte und die Mühen, dei du meinet wegen auf dich nimmst.

Nichts ist selbstverständlich.

Gruß, Peter


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