Hilfe: Mitsubishi Fa10s/Fa20s und Peps

felge444, Mittwoch, 03. April 2013, 15:33 (vor 1690 Tagen)

Hallo,

wir haben seit über 2 Jahren Drahterodiermaschinen von Mitsubishi (Fa10s, Fa20s) und programmieren mit Peps. Ich habe schon auf verschiedenen Maschinen gedrahtet, auch in Verbindung mit Peps und hatte nie großartig Probleme.

Ich habe mit den Mitsubishi-Maschinen unterschiedliche Probleme, zum Beispiel Rattermarken, Maßungenauigkeiten, Markierungen der Halte-und Anfahrpunkte selbst nach 6 Schnitten Accuracy.

Wir haben ca 3 mal im Jahr Monteure im Haus die die Drahtzugspannung messen, Wasser kontrollieren und vor allem jedes Mal den Generator neu einstellen. Das Ergebniss ist das es eine Weile gut geht und dann von vorne beginnt. Wenn ich ein Programm starte weiß ich nie ob ich ein gutes Ergebniss herausbekomme. Kennt jemand solche oder ähnliche Probleme bzw kennt jemand Probleme die zwischen Peps und den Maschinen bestehen oder kann mir jemand Tips im Umgang geben. Ich habe schon alles ausprobiert und selbst die Monteure scheinen nicht weiter zu kommen. Sie geben sich aber echt Mühe!!!!

Ps: Die Maschinen sind laut Aussage der Monteure im Zustand 1+ , also Topgepflegt!

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Ino, Bern, Mittwoch, 03. April 2013, 16:16 (vor 1690 Tagen) @ felge444

Ich wage jetzt mal schwer zu bezweifeln, dass das Problem vom APS kommt.
Vom APS kriegst du ja nur die Befehle, die zur Programmausführung nötig sind und die Geometrie, wobei die Geometrie immer die selbe ist und dann die Maschine anhand der Technologieparameter das Offset verrechnet.

Hast du eventuell Spannungen im Material? Könnte sein, dass es daran liegt, da würden Entspannungsschnitte helfen.

Ansonsten mal das Offset beim Schruppen erhöhen
oder
Kontakte eines anderen Herstellers testen.
oder
Draht eines anderen Herstellers verwenden (blank ohne parafin) - Manche Drahte sind einfach nur beschissen.
oder
Alle Massekabel, Drahtzugrollen/Bänder prüfen
oder
Führungen ausmessen

Um sicher zu gehen, das es nichts mit dem APS zu tun hat kannstu du auch mal von hand an der Maschine ein Programm schreiben und schauen wie es dann aussieht. Wobei ich denke, dass du die selben Probleme haben wirst.

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felge444, Mittwoch, 03. April 2013, 16:34 (vor 1690 Tagen) @ Ino

Danke für die schnelle Antwort!
Ich habe meine Erodierklötze unterdessen wegen diesen Problemen bei verschiedenen Zulieferern bezogen. Bei uns angefertigete Platten werden in der Härterei mit der Notiz Drahterodieren vakuumgehärtet.

Den Draht(OKI OBN non parafin) und die Führungen, alle präzissionsrelevanten Teile bestelle ich direkt bei Mitsubishi.
Führungen lasse ich nicht vermessen, ich tausche die aus um kein Risiko einzugehen.(nach ca 1300h)

Die Massekabel und sämtliche relevanten Teile wurden von Mitsubishi-Monteuren kontrolliert. Gestern wurden vorsorglich die Gummirollen gewechselt. Die Probleme traten auch schon im Neuzustand der Maschinen auf.

Peps gibt Offsette,Parameter,Vorschube und gewisse Powermasterregelungen sowie Anfahrstrategien an die Maschine weiter. Nicht das es falsch verstanden wird,an Peps an sich hab ich nichts auszusetzen. Ich habe vorher auf Charmilles gearbeitet mit Peps, absolut top. Ich frage mich nur ob der Postprozessor für Mitsubishi so gut ist.(der richtige Postprozessor für Mitsu ist vorhanden!)

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Pilz, Mittwoch, 03. April 2013, 21:45 (vor 1690 Tagen) @ felge444

Hallo felge444,

die Drahtzugspannung kann man doch selbst prüfen mit einem Zugspannungsmesser, die sind nicht teuer.Das ist sehr nützlich in deinem Fall, könntest evtl. Ausschuss vermeiden im vorfeld wenn die Zugspannung nicht stimmt.
Kontrolliere die 2-3mal die Woche.

Bei deinen Vakuumgehärteten Teilen stimmen da die Anlasstemperaturen zum Werkzeugstahl oder HSS den ihr verwendet? Und Prüfst die Härte?

Wenn die Drahtlauf probleme schon im Neuzustand vorhanden waren so wie du sagst, dann kann da was generell nicht stimmen.
Aber wie schon gesagt Drahtkreislauf kontrollieren! Achte mal aufs axial Lagerspiel!

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felge444, Mittwoch, 03. April 2013, 22:07 (vor 1690 Tagen) @ Pilz

Ich habe Drahtzugspannungsmessgeräte und sie werden auch eingesetzt. Bei der Drahtzugspannung gab es auch nie Probleme, die Monteure überprüfen sie nur in ihrem Wartungsdurchgang.
Die Vakuumgehärteten Teile bestehen bei uns zu 95% aus 1.2379, die Härte liegt bei 61+-1 HRC. Auch dort wurde geprüft und die Anbieter probeweise gewechselt.

Das Axiallagerspiel wird bei jeder Wartung von mir getestet, die Wartungen sind ca alle 2 Wochen.

Heißt: oberer Kopf komplett zerlegtund mit Wirasol gereinigt
unter Kopf komplett zerlegt und mit Wirasol gereinigt
Pipeend,Drahtzerhacker und Zuführung gereiningt, Hartmetallrollen überprüft
Gummirollen gereinigt und überprüft
Führungen im Ultraschall gereinigt

usw usw

Hartmetallkontakte laufen bis 60h, dann werden sie gedreht

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Graf Spee @, Donnerstag, 04. April 2013, 10:49 (vor 1689 Tagen) @ felge444

Mitsubishi FA-20!!

Markierungen an Anfahrt- und Stoppstellen kriegst Du nur über eine tangentiale Anfahrt weg, bei Löchern wird bei uns, übers DCAM, die Anfahrt der Schlichtschnitte rotiert.

Rattermarken hatten wir bisher nur bei Stahl unterhalb 10mm, haben dann noch einen zweiten Nachschnitt genommen und alles war in Ordnung.
Bei den Nachschnitten immer Vorschubwerte ( FC ) mit Handbuch vergleichen, sollte immer in den Angaben liegen, falls nicht auf gerader Strecke!!! VG- Wert in den E-Packs ändern; bis Du weider drin liegst.

beispiel : Stahl ACU; 0,25 Draht; 20mm sollte laut Buch VC 6,6~6,9 mm/min für den ersten Nachschnitt sein. Damit kriegst Du auch Bauchigkeit/Balligkeit raus. In engen Ecken hat es sich bei uns bewährt die adaptive Kontrolle ( unterm Bildschirm M1 ) zu deaktivieren, dann fällt Dein Vorschub auf den eingeschriebenen.

Hast Du vielleicht auch schon mal nachgesehen ob in den Führungsrohr ( im unterem Arm) ein Drahtrest ist?? Der kann auch Kurzschlüsse verursachen, die Dir dei Oberfläche versauen.
Kontrolliert das am besten zu zweit...einer leuchtet vorne rein und andere schaut hinten ins Rohr; dazu muß das Rollensystem entfernt werden. Liegt meist an der Drahtqualität.
Was aber dann nur auf einer Maschine der Fall sein.

LG

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Ino, Bern, Donnerstag, 04. April 2013, 11:37 (vor 1689 Tagen) @ Graf Spee

Hast du versuchsweise ein programm auf der Maschine erstellt um ausschliessen zu können, dass es sich um ein Problem mit PEPS handelt?

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felge444, Donnerstag, 04. April 2013, 16:08 (vor 1689 Tagen) @ Ino

Das haben wir gemacht, allerdings nur mit 2 Schnitten und ohne Radien, da gabs keine Probleme. Je mehr Schnitte ich nehme desto schlimmer wird es. Heute habe ich einen Stempel geschnitten, 6 Schnitte Accuracy, habe im Peps Postprozessor das Häkchen bei Powermaster Probeweise mal rausgemacht und an der Maschine direkt auf optimale Kondition eingestellt. Im 6.Schnitt hat wieder die Kontaktanzeige geblinkt. Es waren Markierungen vorhanden, allerdings im noch vertretbaren Rahmen. Die Düsen waren "aufgesetzt", also gute Spülbedingungen. Selbst bei perfekten Spülbedingungen muß ich bei beiden Maschinen mit optimaler Kondition arbeiten. Wenn ich auf AUS umstelle muß ich den FC-Regler mindestens 2 Stufen runterstellen sonst hab ich Drahtrisse. Das hatte ich schon im Neuzustand der Maschine.

Was habt ihr bei Prozesskontrolle für Einstellungen?

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Ino, Bern, Donnerstag, 04. April 2013, 16:14 (vor 1689 Tagen) @ felge444

Das Phänomen kenne ich von Sodick.

Da entsteht das Problemm, wenn eine der Schlichtstufen zu schnell läuft oder zuviel Material drauflässt.

Was eigentlich immer hilft ist folgendes:

Rausfinden welche Stufe Probleme macht und dann anhand der Geschwindigkeit schauen ob sie "einschläft" (Verhältnissmässig zu langsam schneidet.)

Dann die vorgängerstufe bremsen so dass si mit konstanter Geschwindigkeit läuft und das Offset vom Vorgänger verringern. Die Offsets der vorherigen Stufen auch um den selben Wert in % anpassen.

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felge444, Donnerstag, 04. April 2013, 16:29 (vor 1689 Tagen) @ Ino
bearbeitet von felge444, Donnerstag, 04. April 2013, 16:34

Der Schruppschnitt nimmt wahrscheinlich zuviel Material weg, der zweite läuft dadurch wahrscheinlich zu schnell, der Dritte läuft langsam und nimmt zu wenig Material weg und danach kommen die Kurzschlüsse. Ich habe den Powermaster bzw die Ansteuerung des PM im Verdacht.

Die Probleme kommen unregelmäßig und da ich absolute Einzelteilfertigung mache kann ich micht nicht darauf einstellen und muß mich an die Datenblätter von Mitsubishi halten. Bei einer Serienfertigung könnte ich etwas dagegen tun und bei seltenen Kleinstserien hab ich das auch schon.

Ps: Ich habe in 18Jahren schon auf sämtlichen SodickTypen, auf Seibu,auf Japax und auf Charmilles Robofil gearbeitet, hatte aber nie diese Sorgen.

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ino handy, Donnerstag, 04. April 2013, 16:52 (vor 1689 Tagen) @ felge444

Wenn der zweite zu schnell läuft, dann nimmt er zu wenig weg und der pikaschnitt muss zuviel kämpfen, dann hast du stop and go erosion. Probier mal einfach generell den zweiten nach theoretischem soll zu bremsen.

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felge444, Donnerstag, 04. April 2013, 17:05 (vor 1689 Tagen) @ ino handy

Wir haben bei einem Test den zweiten Schnitt um die Hälfte eingebremst
(von Fa 7 auf Fa 3.5), das Egebniss war besser aber für mich nicht zufriedenstellend.

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ino handy, Donnerstag, 04. April 2013, 17:50 (vor 1689 Tagen) @ felge444

Dann nimm mal das offset auch noch runter und bremse ggf nich einwenig mehr.

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felge444, Donnerstag, 04. April 2013, 18:22 (vor 1689 Tagen) @ ino handy

Sind die Datenblätter von Mitsubishi so unzuverlässig oder deutet es auf Probleme hin?

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felge444, Donnerstag, 04. April 2013, 19:27 (vor 1689 Tagen) @ felge444

http://imageshack.us/a/img202/7012/20121025101139.jpg
http://imageshack.us/a/img547/8017/06052011035.jpg
http://imageshack.us/a/img547/952/09032011002.jpg
http://imageshack.us/a/img834/904/09032011003.jpg
http://imageshack.us/a/img202/4107/09032011006.jpg

um mal zu zeigen von was ich rede, 2 Beispiele

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Ino, Bern, Freitag, 05. April 2013, 08:47 (vor 1688 Tagen) @ felge444

Für mich sieht das aus wie wenn eine Schlichtstufe zuviel abtragen muss. die zwie grossen Rillen an der Fläche beim eckigen Stück sehen hingegen wie Einschüsse von der Schruppstufe aus.

Das sollte mit Offset -und Geschwindigkeitsanpassungen zu lösen sein.

Die Spülung ist gut eingestellt?

Ansonsten wirklich mal das Offset von der ersten Schlichtstufe verringern und die Geschwindigkeit weiter drosseln, wenn du dann den Bogena raus hast, rufst du den PEPS-Heini an und sagst er soll die PP`s anpassen.

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felge444, Freitag, 05. April 2013, 09:06 (vor 1688 Tagen) @ Ino

Das sind keine Einschlüsse, das sind Anfahrpunkt und Haltepunkt(Mo1) :)

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Ino, Bern, Freitag, 05. April 2013, 09:49 (vor 1688 Tagen) @ felge444

Einschüsse, wie schiessen. So sagt man wenn sich der Draht beim Kontakt mit der Geometrie in eben diese einschiesst.

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felge444, Freitag, 05. April 2013, 10:52 (vor 1688 Tagen) @ Ino

habs zu schnell gelesen, hab Einschlüsse(Materialfehler)gelesen,sorry

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felge444, Donnerstag, 04. April 2013, 16:12 (vor 1689 Tagen) @ Graf Spee

Tangential und Rotieren habe ich auch schon versucht, dann hatte ich je nach Schnitteanzahl mehrere Anfahrmarkierungen.
Die tatsächlichen Vorschubwerte werde ich die nächsten Tage nochmal kontrollieren.

Der Tip mit der Drahtrestführung war gut, ich blaß sie zwar immer durch aber reingeschaut hab ich noch nicht!

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Graf Spee @, Freitag, 05. April 2013, 19:09 (vor 1688 Tagen) @ felge444

Der PM ist beim Nachschneiden eigentlich nicht aktiv; unser altes DCAM3 läßt den auch beim nachschneiden an, aber am Schieberegler kannst Du nichts beeinflussen. Das neuere DCAM6 deaktiviert den über einen M-Befehl (M101 oder so ähnlich).

Wir hatten das gleiche Problem bei Höhe 280mm und der max. Anzahl Nachschnitte.
Zunächst sollte man einfach mal wissen, das bei jedem NAchschnitt der zugführte Strom abnimmt, während die Zugspannung sowie Geschwindigkeit des zunimmt.

ALs hilfreich war bei uns, das erstellen eines optimierten E-Packs---> wir haben z.B.: die alle Vorschubwerte mit dem Handbuch verglichen und anschließend den betreffenden korrigiert oder ein neues E-Pack erstellt in dem wir den (ich glaub) zweiten und vierten Nachschnitt zweimal durchlaufen lassen.
Du könntest es auch mal mit der HL-Technologie versuchen, deren Vorschübe sind von Haus aus schon näher an den Vorgaben des Handbuchs (z. B.: beim Schruppen).

frag doch mal hier nach:

www.eropräzisa.de
oder an Deiner Maschine steht ne 0800 Tel.Nummer für Technologien (bin Grad nicht auf Arbeit sonst hätte ich sie Dir gleich rein geschrieben.

LG RK

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felge444, Freitag, 05. April 2013, 20:30 (vor 1688 Tagen) @ Graf Spee

also kann ich schon davon ausgehen das die Datenblätter von Mitsubishi ungenau sind?

was ist die HL-Technologie? Oder meinst du die SL? Ich dachte ich hätte alles ausprobiert^^

Mit der Anwendung bei Mitsubishi hab ich schon oft telefoniert, die meintest du sicher oder? Die sagen mir ich soll die Vorschubgeschwindigkeit des letzten Schnittes um bis zur Hälfte drosseln. Das klappt auch oft

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Graf Spee @, Freitag, 05. April 2013, 21:38 (vor 1688 Tagen) @ felge444

die Datenblätter stimmen schon, bei uns sind wir immer damit zurechtgekommen; einzige Ausnahme waren die hohen Sachen bei Stahl und Ampco.

die HL-Technologie haben wir wir auf unserer FA-20 (BJ 2000), Du hast ja die bessere Ausführung S, da ist es möglich das die Bezeichnung anders ist. Wenn Du im ESPER programmierst findest Du dort wo der Drahtsorte/-durchmesser eingestellt wird darunter in dem Menü die HL-Technologie, die Reihenfolge ist wenn ich jetzt das richtig im Kopf habe : Stahl, Kupfer, Alu, ACU-Stahl, HL-Stahl, und zum Schluß WC (Hartmetall). In dem Menü sollte das hinterlegt sein.

Wenn ich zum Beispiel Extruder schneide lasse ich den letzten Nachschnitt weg, bei unseren großen Winkeln ( U/V sind bei 34mm bei Höhe 60mm) krieg ich exakt die gleiche Ergebnisse wie Du.

Hat Dein Techniker schon mal ein VG-Set gemacht???
Die Anwendung von Mitsubishi habt Ihr ja schon ausgereizt.

Aber ich glaube der schnellste Weg ist wohl doch, das Du Dir die Schneidwerte am Rechner kopierst und dort einfach zwei Zeilen einfügst wo der zweite und vierte Nachschnitt mit den selben Einstellungen wiederholt wird.

Falls Du keine HL-Technologie hast wende Dich mal an Deinen Techniker der spielt die Dir ein.

Gibt es in Eurem Prommiersystem die Option eine Anfahrt zu kontruieren???Wenn ja dann fahr mal nicht rechtwinklig zur Kontur an; und nimm einen Überschnitt rein sodass Dein Programm die Anfahrstelle überfährt.

LG RK

Hilfe: Mitsubishi Fa10s/Fa20s und Peps

felge444, Freitag, 05. April 2013, 21:59 (vor 1688 Tagen) @ Graf Spee
bearbeitet von felge444, Freitag, 05. April 2013, 22:07

Ok da waren wieder ein paar interessante Punkte dabei.

VG-Set wurde ca 8mal gemacht ^^

Mir stehen noch ein paar mehr Technologien zur Verfügung. Ich habe allerdings nichts großartig ausgefallenes zu schneiden,daher wundern mich meine Ergebnisse.
Platten Höhe 40mm- schlechte Kondition-max 1 Grad Konik
Erodierklötze für Stempel Höhe 80mm-optimale Kondition

trotz den fast immer ähnlichen Vorraussetzungen hab ich unterschiedliche Ergebnisse. Das kann schon passieren wenn ich mehrere Stempel gleichzeitig schneide das einer anders als der andere wird, obwohl sie aus dem gleichen Klotz kommen.

Ohne Powermaster geht nichts,nur Drahtrisse

Achso,unsere Maschinen haben die Bezeichung FA 20 S Advance, das macht sicher einen Unterschied zu deiner!

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Graf Spee @, Freitag, 05. April 2013, 22:49 (vor 1688 Tagen) @ felge444

Das war mir schon klar das Du die bessere Maschine/Generator hast. Die Fa-20s ist später als unsere gekommen und danach kam glaube ich erst die Advance dazu.

Hast Du schon mal Mehrfachanbindung/mehr als ein Startloch bei Stempeln probiert??


Ich habe zwischenzeitlich mal unseren Techniker um Meinung gefragt mal sehen was er noch für Ideen hat, worans liegen könnte.

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felge444, Samstag, 06. April 2013, 14:50 (vor 1687 Tagen) @ Graf Spee

Das du den Techniker gefragt hast finde ich echt ne tolle Sache!!!

Ich glaube die Mehrfachanbindung würde nichts bringen, die Probleme treten beispielsweise bei einem Stempel Höhe 80 auf, der 8mm im Quadrat ist un bei einem komplexen Stempel passiert nichts, der ist dann in Ordnung.

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Pilz, Freitag, 05. April 2013, 22:58 (vor 1688 Tagen) @ felge444

Ich hoffe mal das es nur eine Montagsproduktion mit Ausnahme ist, deine Mitsu!

Solch ein Zustand kann es ja nicht wirklich geben auf dauer, das "Ding" wäre gleich wieder weg bei mir,mit den Schneidergebnissen von den Bildern.

Hoffe aber dass ihr das irgendwie in den griff bekommt damit die wieder richtig läuft.

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felge444, Samstag, 06. April 2013, 14:47 (vor 1687 Tagen) @ Pilz

Ich kann nicht sagen obs an den Maschinen, einer falschen Postprozessoreinstellung oder schlichtweg um eine simble Fehlbedienung geht!!! Vielleicht mach ich seit 18 Jahren irgendetwas was Charmilles,Sodick und Seibu weggesteckt haben und was bei Mitsubishi ein Problem darstellt.

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au_wire, Berlin, Samstag, 06. April 2013, 14:31 (vor 1687 Tagen) @ felge444

Hallo,

da ich das Thema Rattermarken sehr gut kenne möchte ich auch meine Erfahrungen dazu schreiben, ich arbeite zwar an zwei Fanuc Maschinen aber die Probleme ähneln sich doch sehr.
Das CAM-System kann man wohl ausschließen.
Ich schiebe die Probleme mit den Rattermarken bei uns auf die Spannung im Material oder auf die minderwertige Qualität (große Lunkerstellen sind ein Indiz dafür). Ich arbeite bei fast allen Teilen mit dem Pendelschnitt, nach dem Hauptschnitt bewegt sich das Material und der 1. Schlichtschnitt läuft zu schnell oder zu langsam wie schon vorher beschrieben, weshalb die restlichen Nachschnitte die Rattermarken verursachen. Auf unserer alten Maschine löse ich das Problem indem ich einen "Enstpannungsschnitt" nach dem Hauptschnitt hinterherjage.:

Im ersten Schnitt erhöhe ich den Offset um 0.01. (z.B. von 0.2130 auf 0.2230).
Im "Enstpannungsschnitt" verringere ich den Drahtlauf, Wasserdruck, setze den Vorschub auf maximum, erhöhe die Zugspannung und verringere den Offset um 0.035 vom Orignalen HS (z.B. von 0.2130 auf 0.1780).
Im 1. Schlichtschnitt halbiere ich den Vorschub so das die Maschine an keiner Stelle schneller erodiert als sie soll (der Vorschub an der Fanuc ist immer maximal doppelt so schnell wie angegeben, also bei Vorschub 3.5 max. 7.0, somit habe ich dann maximal den eigentlichen Vorschub, vielleicht ist das bei Mitsubishi ähnlich).
Die restlichen Schnitte laufen somit stabil und es gibt so gut wie keine Rattermarken mehr.

Auf der neuen Maschine habe ich die Probleme fast nur beim Erodieren mit maximaler Oberflächengüte, wobei sichtbar der letzte Schnitt die Marken verursacht. Bei optimalen Bedingungen (Düsen 0.05-0.1 am Werkstück, gleichbleibende Schneidhöhe, richtiges Material) verringere ich den Offset im ersten Schlichtschnitt um 0.005, dieser läuft dann etwas langsamer dafür die restlichen Schnitte stabil.

viel Glück beim Rumprobieren,

mfg...

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felge444, Samstag, 06. April 2013, 14:55 (vor 1687 Tagen) @ au_wire

Das Beispiel der neuen Maschine ist interessant und gleicht meinem. Ich wundere mich das bei neuen Maschinen unter unkomplizierten Bedingungen bei mehreren Schnitten soetwas passiert.

Hilfe: Mitsubishi Fa10s/Fa20s und Peps

au_wire, Berlin, Samstag, 06. April 2013, 16:42 (vor 1687 Tagen) @ felge444

...ich vermute mal das man im Falle Fanuc versucht irgendwie mitzuhalten und das Maximum auslotet, das höchstmögliche bei mir sind 5 Schnitte mit erreichbaren Ra 0.35 bei einer Toleranz von 0.003. Wenn ich bedenke das die Drahtführung schon ein Spiel von 0.0025 hat sind die 0.003 mit dieser Rautiefe nur unter Laborbedingungen zu erreichen. Der Rest, Abbrand am Draht, Spiel in den Spindeln muß auch noch kompensiert werden.... ich wunder mich immer wieder das manche Maschinen eine Toleranz von unter 0.002 erreichen sollen.

Ehrlicherweise muß ich zugeben das wir ohne Klimatisierung arbeiten was zu den ganzen Problemen noch beiträgt... wenn ich am Freitag die Maschine starte, diese am WE stehen bleibt brauch ich am Montag garnicht weitermachen.... aus diesem Grunde erodiere ich generell eine Referenzbohrung, die ich vorm weitererodieren ausklingel um wenigstens das Bestmöglichste zu retten...

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felge444, Samstag, 06. April 2013, 16:52 (vor 1687 Tagen) @ au_wire

hmmm, ich lese jetzt immer mehr Parallelität zu meiner Situation. Ich habe auch keine Klimatisierung, nur eine überteuerte Belüftungsanlage. Ich bin allerdings davon ausgegangen das meine Maschinen die Temperaturunterschiede aufgrund ihrer Temperaturfühler kompensieren können. Das erklärt natürlich meine Maßabweichungen im Bereich bis zu 0.01 mm, allerdings erklärt das keine Rattermarken,zumindest nicht wenn die Nacgschnitte direkt auf den Hauptschnitt folgen.

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au_wire, Berlin, Samstag, 06. April 2013, 17:39 (vor 1687 Tagen) @ felge444

...die Meßabweichung kann ich bestätigen, zumindest vom Vortag zum nächsten Tag.

Der Offstet vom 4. zum 5. Schnitt ist bei mir bis 70mm Schneidhöhe 0.002mm unterschiedlich, ab 70mm Schneidhöhe ist der Offset im 4. und 5. Schnitt identisch, wenn da nicht Alles perfekt stimmt und der 4. Schnitt auch nur wenige Tausendstel zu wenig oder zuviel Material abträgt hab ich diese Rattermarken nach dem letzten Schnitt am Teil. Wenn zu wenig Material vorhanden ist erodiert die Maschine nur Stellenweise und wenn zuviel Material vorhanden ist landet sie im Kurzschluß, fährt vor und zürück und verursacht dadurch diese hässlichen Marken...

da denke ich schon das auch die Klimatisierung eine große Rolle spielt...
schade das sich manche Chefs auch nach 10 Jahren dagegen streuben eine einfache Klimaanlage zu kaufen... ...naja, der Erodierer machts schon irgendwie passend...

Hilfe: Mitsubishi Fa10s/Fa20s und Peps

felge444, Samstag, 06. April 2013, 17:54 (vor 1687 Tagen) @ au_wire

Naja,meiner hat 10k € in eine lächerliche Absaugung investiert mit der Begründung das eine Klimaanlage zuviel Dauerkosten verursacht. Naja, so manche Gedankengänge muß man nicht verstehen^^

Unterdessen denke ich das bei mir mehrere kleine ungünstige Umstände zusammenkommen. Ich muß mal schauen das ich eins nach dem anderen greifbar mache und abstelle.

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Graf Spee @, Samstag, 06. April 2013, 19:07 (vor 1687 Tagen) @ felge444

Bei uns mal die Klimaanlage defekt und da war jemand der Meinung es geht auch ohne...effekt 38°C im Erodierraum im Wasser der Erodiermaschine ca.24°C. Mit anderen Worten wenn wir den Draht früh gerade gestellt hatten ( mit Wasser bis Tischhöhe) war er nach spätestens 2 Stunden wieder schief.
Bekanntlich machen ja ein paar Grad schon 0,02mm auf 1m länge aus.

Als wir dann Passungen gemacht hatten, und die Platten lagen draußen auf der Werkbank (außerhalb des Erodierraums) ging halt kein Stift mehr rein......

Klimaanlage wurde daraufhin getauscht da zu alt; seither kommt einmal im Jahr ne Firma zum Warten der Geräte.

Was hast du denn am Wasserkühler für ne Temperatur eingestellt???? Bei uns 20°C.

LG

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felge444, Samstag, 06. April 2013, 23:39 (vor 1686 Tagen) @ Graf Spee

der Kühler sollte bei mir auch werksmäßig auf 20 Grad eingestellt sein. Das Problem was ich sehe ist das die Kühler ihre Temperatur in den Raum abgeben. Ich will in der Zukunft versuchen unsere bescheidene Belüftungsanlage zu nutzen um die Kühlerwärme beider Maschinen über Abluftschläuche direkt nach draussen zu leiten. Ich denke damit würde ich schon viel erreichen.

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Graf Spee @, Sonntag, 07. April 2013, 09:01 (vor 1686 Tagen) @ felge444

Eine Ableitung mit Innenlüfter nach draußen haben wir zusätzlich noch, ein Rohr reicht eigentlich auch.

Du hast im Wasser also 20°C und inder Luft sagen wir mal 24°C?. Dein unterer Arbeitsarm ist teilweise im Wasser und in der Luft, während der obere nur in der Luft ist. Durch die Temperaturunterschiede dehnen sich beide ungleichmäßig aus, besonders beim Schruppen erhöht sich die Wassertemperatur(unser Wasserkühler war mal defekt, Temperautr im Wasser lag beim Schruppen bei 70°C/Schlichten ca.30°C). Es ist möglich das dadurch deine Probleme kommen.

Ich glaube in den zwei Jahren mit Teilen schlechter Qualität hat Dein Chef die Klimaanlage schon zweimal in Sand gesetzt.

LG
nice WE

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felge444, Sonntag, 07. April 2013, 19:44 (vor 1686 Tagen) @ Graf Spee

ich denke auch das zumindest ein großer Teil meiner Probleme dadurch kommen. Mal schauen was ich machen kann.

Hilfe: Mitsubishi Fa10s/Fa20s und Peps

felge444, Dienstag, 09. April 2013, 16:48 (vor 1684 Tagen) @ felge444

Vielen Dank an alle die sich meinem Problem angenommen haben, ich habs zwar noch nicht gelöst aber ich hoffe das mir die Anregungen weiterhelfen!

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Graf Spee @, Mittwoch, 10. April 2013, 10:30 (vor 1683 Tagen) @ felge444

Du kannst auch mal noch die Zahnräder am Drahtzug kontrollieren sowie den düsenabstand korrigieren--> es kann sein das Du zu nah bist wodurch eine zu starke Spülung entsteht.

An der unteren Düse haben wir die Bleche entfernt (unterm Keramikdüsenhalter).

Hilfe: Mitsubishi Fa10s/Fa20s und Peps

felge444, Mittwoch, 10. April 2013, 19:21 (vor 1683 Tagen) @ Graf Spee

die Bleche sind bei mir seit Neuzustand raus. Aber wenn da etwas nicht stimmen würde dann würde ich das an der Druckanzeige sehen,gelle

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