chemischer Prozeß am Erodierdraht

Senftleben @, Freitag, 24. Oktober 2008, 08:50 (vor 3738 Tagen)

Guten Tag,
mich interessiert nicht der Schneidvorgang mit Erdodierdraht selber, sondern der chemische Prozeß, der an einem Messing Erodierdraht stattfindet. Kann mir jemand helfen?

Ist der Erodierdraht (CuZn37) nach dem Schneiden mit Kohlenstoff "verunreinigt"/beaufschlagt? Kann eine solche Schicht durch die Beaufschlagung mit Strom passieren? Gibt es eine chemische Formel für diese Reaktion?

Danke für Infos und Hinweise.

chemischer Prozeß am Erodierdraht

miwa, Samstag, 31. Januar 2009, 16:35 (vor 3638 Tagen) @ Senftleben

ich denke, der draht ist einfach nur verschlissen, ziehmlich rauh und deswegen auch nicht mehr "blank"
gruss miwa
aber warum diese frage? vielleicht kann man ja mal intensiver "nachgraben"

chemischer Prozeß am Erodierdraht

eric, Montag, 02. März 2009, 21:55 (vor 3608 Tagen) @ Senftleben

Nein, der Draht hat keine Kohlenstoffbeaufschlagung, da der C-Gehalt in den Stählen viel zu gering ist und andere Quellen nicht infrage kommen.

Bei alten Maschinen waren an den Drähten Anhaftungen von Fe, Cr etc. feststellbar, wenn auch nur in geringsten Konzentrationen. Moderne Maschinen tragen eher an den Werkstücken ab, sodass der Draht viel weniger seines Durchmessers verliert und weniger Anhaftungen vorhanden sind. Die optisch dunkle Oberfläche wird eher durch Oxidationen verursacht (Cu-Oxid ist schwarz). Für den Erodierprozess ist das Ganze auch nicht wichtig, da ständig "frischer" Draht zugeführt wird und der Schrott als Sekundärmessing unkritisch ist.

eric

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