Alu erodieren

Udo, Sonntag, 12. Juli 2009, 23:58 (vor 3634 Tagen)

Hallo,
ich bin nun endlich stolzer Besitzer einer Drahterodiermaschine "First" (Shanghai) BJ.96

Wer kann mir mal dazu etwas helfen?

Ich suche die Grundeinstellung der folgenden Parameter für Schnitte:
Drahtstärke: 0,20mm Molybdänbeschichtet
Dielektrikum: Destilliertes Wasser mit technischer Seife geimpft (ca.120-150µS)
A= bei 10mm Alu
B= bei 50mm Alu

Mögliche Einstellungen sind:
Ton 2,4,8,16,32,64,128 µs
Toff 3-9,11,13,15,17 µs
iV 90,120,150 V
iA 0,6/1,2/1,8/2,4/3/3,6 A
Drahtgeschwindigkeit 3,6,9,12 ms

Ich würde gerne mal den ersten Schnitt testen:-)

Alu erodieren

Thomas, Dienstag, 14. Juli 2009, 07:28 (vor 3633 Tagen) @ Udo

Hallo Udo,
ich kenne zwar Deine Maschine nicht, aber ich würde es für die 10mm mal folgendermaßen probieren. Ton:3, Toff:15, iV: 90, iA:1,2
Drahtgeschwindigkeit mindestens 7ms

Gruß, Thomas

Testergebnis positiv aber.......

Udo, Mittwoch, 12. August 2009, 23:13 (vor 3603 Tagen) @ Thomas

Etwas Zeit vergangen aber ich habe meine ersten Schnitte geschafft...

bei 50mm AlMG4,5 (Alcan) war mein bestes Ergebnis bei:
Ton:4 Toff: 13 iV:120 iA:2,4 Draht: 3m/s Leitwert:120-150µS = 2,5mm/sec Schneidweg

Das Ergebnis ist für mich erstmal Top, kann aber bestimmt verbessert werden....

Jetzt mal Klartext:
Ich habe mit Wasser aus unseren Luftentfeuchtern (Abwasser)>45µS ohne Zusätze erodiert! Abfilterung der Schwebeteilchen aus dem Dielektikum durch Stoffbeutel (Einkaufstasche)=Klärschlamm getrocknet als Pulver 100%recyclingfähig.

Daher ergibt sich die Frage:
Wofür sind im Dielektrikum Seifenlösungen enthalten, die bei Dosierungen von über 1% bereits Leitwerte von 600µS ergeben?(und das Recycle-Material verunreinigen)
Warum überhaupt was im Wasser?
Welcher Leitwert ist überhaupt angesagt, damit man Topp-Ergebnisse erzielt?
Welchen Sinn haben dann Ionisierer?

Gruss aus Berlin
Udo;-)

Testergebnis positiv aber.......

Thomas, Dienstag, 25. August 2009, 08:37 (vor 3591 Tagen) @ Udo

Hallo Udo,
2,5mm Vorschub sind für diese Maschine vielleicht ok, zum Vergleich der Vorschub einer neuen Maschine: 10mm(bei optimalen Spülbedingungen).
Wir arbeiten ausschließlich mit aufbereitetem Wasser(ek.ionizer).
Beim Schneiden von Alu sollte der Leitwert um ca.30Prozent höher sein als bei Stahl

Toll .. und weiter gehts....

Udo, Donnerstag, 27. August 2009, 23:05 (vor 3588 Tagen) @ Thomas

Dann liege ich ja schon ganz gut mit der Maschine.

4fache Bearbeitungsdauer stört mich für meinen Bedarf nicht, da ich meistens nach 5 Stunden Laufzeit mit dem Werkstück fertig bin, auf das ich sonst auf ner Fräse über 36 Std Laufzeit hatte, und wegen Hinterschneidungen immer Kompromisse eingehen musste.

Aber mal was neues, da man ja nie stillsteht.....;-)

Am Wochenende will ich mal Messingschnitte testen...

Meine Maschine steht im Keller, muß ich eine Ab-Lüftung einbauen um eventuelle giftige Gase abzusaugen?

Gruss aus Berlin
Udo:-)

Toll .. und weiter gehts....

Thomas, Freitag, 28. August 2009, 07:31 (vor 3588 Tagen) @ Udo

Hallo Udo,
ich denke wegen giftiger Gase brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen. wie siehts denn mit der Abwärme des Kühlaggregats aus?
Da Du das mit dem Alu ja recht gut hinbekommen hast, wirst du auch keine probleme mit Messing haben. Ich habe mir eine Technologie angelegt, speziell für das Anschneiden(vermeiden von Drahtbruch), welche immer meine Ausgangstechnologie ist, also ein recht "sanfter Strom". Diese ist dann meine "Ausgangsposition" welche ich dann beim schneiden versuche zu optimieren:
Offtime verringern, Ontime erhöhen, Servospannung verringern...
also viel Spaß, gruß, Thomas

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